Erstkommunion

Die Musikkapelle Igls-Vill rückt verlässlich bei kirchlichen Feiern aus. Dazu gehört natürlich auch jedes Jahr die Erstkommunion. Was tun nun musizierende Eltern, deren Kinder selbst Erstkommunion haben? Das kommt darauf an. Manche genießen die Feier ohne selbst bei der Kapelle zu spielen, andere spielen gerne mit. Aber manche können sich das eigentlich nicht aussuchen. So hatte der jüngste Sohn Konstantin unseres Kapellmeisters Klaus und unserer Jugendreferentin Lisi heuer am 03. April 2016 Erstkommunion. Als Kapellmeister und Stabführer rückte Klaus natürlich aus und auch Lisi spielte mit. So begleiteten sie ihren Sohn gemeinsam mit der Musikkapelle von der Volksschule bis zur Kirche. Wie letztes Jahr spielten wir dabei normale Fußmärsche. In früheren Jahren spielten wir dagegen Prozessionsmärsche. Aber unser Vizekapellmeister Martin machte den Vorschlag doch normale Fußmärsche zu spielen, da der Weg von der Volksschule bis zur Kirche für die kleinen Füße doch recht weit ist. Mit den Fußmärschen sind die Erstkommunikanten schneller bei der Kirche.

Aber zurück zu Konstantin: Er selbst hat schon oft die große Trommel beim Marschieren gezogen und spielt selbst schon in der Jugendkapelle BinA als Schlagwerker mit. Zu seiner Erstkommunion ist er natürlich nicht ausgerückt. Auch seine zwei Schwestern sind normalerweise am Horn und ander Querflöte dabei. Diesmal kam nur Lea nach der Kirche zur Kapelle dazu, nachdem sie während der Messe auch bei der musikalischen Gestaltung mitwirkte.

Allen musizierenden Eltern von Erstkommunion-Kinder gemein ist allerdings, dass sie bei der Messfeier selbst natürlich dabei sind. Für die anderen MusikantInnen gilt das meist nicht. Das liegt daran, dass die Igler Kirche bei der Erstkommunion immer randvoll mit Verwandten ist. Es ist nun üblich, dass jede Familie eine Kirchenbank bekommt. Welche dies ist, wird im Vorfeld ausgelost.

So bleibt den meisten MusikantInnen Zeit für einen Tratsch während der Messfeier vor der Kirche oder zum Beispiel im nahen Ägidihof, wo auch schon für Erstkommunionsessen die Tische gedeckt sind.

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Geburtstagsständchen

Nachdem wir schon am Dienstag unseren Ehrenobmann zu einem runden Geburtstag gratuliert haben, folgte heute Samstag 02.04.2016 ein weiteres Geburtstagsständchen für unseren Baritonspieler Gottfried Gutternig. Dieser ist ein Vollblutmusiker durch und durch. So müssen wir uns von Zeit zu Zeit auch mit der Postmusikkapelle teilen und Gottfried sing auch noch beim Viller Chor mit. Weiters spielte er schon in jungen Jahren bei den legendären Viller Spatzen mit. Gegründet von Heinz Lener waren die Viller Spatzen in den 1970/80er Jahren weit bekannt für ihre Unterhaltungs- bzw. Volksmusik in Tirol. Zwei Tenorhörner oder zwei Posaunen und dazu diverse Stücke für Trompete und Klarinette machten den typischen Spatzen-Sound aus. Auf YouTube gibt es dazu ettliche Hörproben. Unter anderem gibt es auch das Stück: „Gottfried auf Reisen“ von Heinz Lener. Und das ist tatsächlich unser Gottfried, der da das Solo bläst.

Andere Musikanten genießen mit 80 Jahren die Musik nur mehr als Zuhörer. Unser Gottfried ist aber auch als ältestes musizierendes Mitglied eine unverzichtbare Stütze für unsere Musikkapelle. Das merkten wir auch beim Geburtstagsständchen: Leider konnten drei Schlagwerker nicht ausrücken und damit hatten wir nur Laurin – einen unserer jüngsten – an der kleinen Trommel und unser Ehrenmitglied Sepp an den Tschinellen. Laurin ist schon einige Male ausgerückt, aber heute durfte er das erste Mal allein die kleine Trommel spielen. Er hat es gut gemacht. Aber war hat Gottfried mit den Schlagwerkern zu tun? Unser Problem ist eigentlich das tiefe Blech. Früher spielte Luis die Tuba. Aber vor einigen Jahren murmelte er in einer Probe „Spielt euch des schware Zeig decht selber.“ Danach kehrte er erst nach einige Proben an der Posaune zurück. Und seit damals sind wir dünn aufgestellt bei den tiefen Stellen. Umso wichtiger ist Gottfrieds Bariton bei den Märschen. Heute wollte unser Vizekapellmeister Martin diesen Part mit dem Bass-Sax übernehmen. Doch damit wir auf der großen Trommel nicht unbesetzt sind, ist Martin dort eingesprungen. Und ohne tiefe Stimme können nun einmal nicht alle Märsche gespielt werden.

So startete wir mit „Stets munter“ vor Gottfrieds Haus, marschierten mit „Frisch auf“ durch Vill und endeten mit dem „Alpenjäger-Marsch“ vor dem Gasthaus Turmbichl. Dort lud uns dann der Jubilar zu einem Geburtstagsessen ein. Danke Gottfried und wir freuen uns noch auf lange Jahre mit dir.