Maronifest

Die RLB Tirol Bankstelle Igls ist ein langjähriger Sponsor der Musikkapelle Igls Vill. Am 23.11.2016 veranstaltete die Bankstelle Igls wieder ein Maronifest, bei dem Maroni, Speck, Käse, Glühwein und Punsch auf den Herbst einstimmten. Und dieses Jahr sorgte ein kleines Ensemble der Musikkapelle Igls-Vill für gute Stimmung: Fünf Musikanten spielten einige Walzer, Boarische und Polkas, die schon für das ausgefallene Hüttenfest eingeübt worden waren.

Cäcilienmesse und – feier 2016

Wie viele andere Vereine und Institutionen haben auch die Musiker und Sänger ihre Schutzpatronin, die Heilige Cäcilia. Diese feiern wir auch jedes Jahr in würdiger Weise mit einer Messe und einem gemütlichen Beisammensein mit Abendessen im Probelokal der Musikkapelle, heuer am 19.11.2016.

Die Hälfte der Messbesucher um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche Igls bestand aus Musizierenden der Musikkapelle. Bei der musikalischen Gestaltung griffen wir auf einige Stücke zurück, die wir auch schon für das TonLesen eingeübt haben.

Beim Beisammensein im Probelokal trafen dann wieder mehrere Generationen der Musikkapelle zusammen, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Treffsicher 2016

Bei den Blechblasinstrumenten gibt es das Phänomen des „Gigsen“. Das liegt daran, dass man bei den Blechblasinstrumenten nur über die Veränderung von Lippenspannung, Zungenstellung etc. verschiedene Töne einer Naturtonreihe erzeugen kann. Je höher die Naturtontöne, desto näher liegen diese beieinander. Da kann es schon einmal verkommen, dass man den falschen Naturton trifft und sich „vergigst“.

BläserInnen beschäftigen sich also viel mit dem Treffen von Tönen. Im November beschäftigten wir uns aber auch mit dem Treffen von Zielscheiben, denn es fand wieder das Dorfschießen der Schützengilde Igls-Vill statt. Von den 119 SchützInnen stellten wir acht (zu wenig, wie Petra meinte, die ja auch bei der Schützengilde dabei ist. Nächstes Mal sollen auf jeden Fall noch Martin, Rita, Andrea und Miriam mitschießen).

Es wurde stehend aufgelegt geschossen. Eine Passe zu zehn Schuss. Die besten fünf erzielten zusammen 483 Punkte Petra 99, Luis 98, Katharina 97, Dominik 96, Hansi 93), das sind 11 Punkte mehr, als beim letzten Mal. Damit freuten wir uns über den insgesamt 6. Platz von 24 Mannschaften (letztes Mal der 9. Platz von 28 Gruppen). Sieger waren wieder die Schuhplattler mit 494 Punkten.

Gefallenengedenken 2016

Der 06.11.2016 war ein richtiger Herbst-Novembertag: kalt und regnerisch. Treffpunkt war wie üblich der das Probelokal. Eine kleine Gruppe probte noch einige Stücke aus dem neuen Gotteslob für die Messe. „Ein Wagnis,“ wie unser Vizekapellmeister Martin ein paar Stunden später bei der Generalversammlung es ausdrückte. Und zwar deshalb, weil die Stücke neu waren und noch nie geprobt. Die Probe hätte sollen am Dienstag stattfinden, doch da war ja Allerheiligen und vorher waren die Vorbereitungen für das TonLesen.

Vor dem Abmarschieren drängten sich die MusikantInen und die Schützen eng an die Garagentore der Feuerwehr, denn es regnete (siehe Foto). Die Holzbläser hatten schon die Weisung bekommen ihre Instrumente unter den Jacken zu schützen. Der Regen war so unangenehm, dass wir beim Marschieren zur Kirche den 0er-Marsch spielten, also überhaupt keinen Marsch. Das ist schon lange nicht mehr vorgekommen. Unser Schlagzeuger Michl gab ein scharfes Tempo vor, zum Glück. So legten wir das kurze Stück bis zur Kirche in Rekordzeit zurück.

Die Messe war durchaus gelungen und die neuen Stücke vom Gotteslob kam gut an. „Das Wagnis ging zu 75% auf“, stellte Martin fest. Nach der Messe versammelten sich nur die Blechbläser im Regen am Kirchplatzl und natürlich auch die Schützen, die ihre Fahne in eine großes „Verhüterli“ gehüllt hatten. Pfarrer Magnus sprach einige Worte vor den Gedenktafeln der Gefallenen und die Blechbläser spielten zwei Stücke. Dann ging es wieder mit dem 0er Marsch zurück zum Probelokal. Die meisten Holzbläser hatten damit ihr Instrumente fast alle umsonst mitgebracht. Doch umsonst war niemand gekommen, denn es fand gleich die jährliche Generalversammlung statt. Wie der Marsch zur Kirche wurde diese in Rekordzeit absolviert (eine Stunde inklusive Neuwahlen). Im Anschluss genossen wir noch die Reste der vorzüglichen Gulaschsuppe, die nach dem TonLesen übrig geblieben war.

TonLesen 2016

Am 29.10.2016 wurden in der Pfarrkirche Igls wieder Töne und Wörter gelesen. Eigentlich war das TonLesen eine Woche früher geplant gewesen. Aber durch ein Benefizkonzert in Vill verschoben wir das Konzert. Leider mussten wir dadurch auf die Bilder von Thomas Defner verzichten.

Die Kirche war gut gefüllt jedoch hätten durchaus noch einige Zuhörer Platz gefunden. Die Anwesenden bekamen nicht nur Gedichte von Christine Rainer vorgelesen, sondern auch das folgende Programm mit verschiedenen Ensembles der Musikkapelle Igls-Vill:

  • D. Buxtehude: Fanfare und Chorus (4 Trompeten, 2 Hörner, 1 Posauen, 1 Bariton)
  • A. Bonelli: Toccata 1 (4 Trompeten, 2 Hörner, 1 Posauen, 1 Bariton): Ein Stück für zwei Chöre. Die zwei „Chöre“ spielten bei der Kirchentür bzw. beim Altar.
  • H. Pixner: Viereljahrhundert-Dreiviertler (4 Klarinetten und 1 Fagott)
  • Traditionell: Danny Boy and Drowsy Maggie (1 Trompete, 1 Horn)
  • J. Francaix: Notturno (Hornquartett)
  • J. Alain: Le jardin suspendu (Orgel)
  • E. Grieg: Peer Gynt – Suite Nr. 1: Morgenstimmung (Holzbläser-Quintett: Querflöte, Oboe, Fagott, Horn, Klarinette)
  • F. Farkas: Frühe ungarische Tänze (Holzbläser-Quintett: Querflöte, Oboe, Fagott, Horn, Klarinette)
  • B. Bartok: Rumänische Tänze (3 Klarinetten, 1 Fagott)
  • G. Gershwin: Summertime (4 Klarinetten, 1 Fagott)
  • G. Miller: Moonlight Serenade (3 Klarinetten, 1 Fagott)
  • L.E. Shaw: Frippery Nr. 40 (Hornquartett)
  • C. Wanausek: 10 Miniaturen: Chinesische Spieluhr – Intermezzo Orientale – Humoreske (6 Flöten)
  • O. Hasenzahl: Willkommen in der Südsee: Waikiki – Luna Laguna – Cuba libre (2 Klarinetten, 1 Fagott)

Das Spielen in den kleinen Ensembles ist eine besondere Herausforderung, da hier jeder seine eigene Stimme hat. Bei den Konzerten mit der ganzen Kapelle laufen oft Stimmen parallel und es fällt oft nicht auf, falls man einen Aussetzer hat. Bei den kleinen Ensembles treten Patzer unweigerlich zutage. Der geübte Zuhörer konnte so durchaus unterschiedliches Können bei den verschiedenen Ensembles erhören. Die Ensemble-Stärke reichte eben von 2 bis 8 Musizierende. Und so beklatschten die Zuhörer beim Schlussapplaus auch den Mut der Ensembles.

Besonders beim TonLesen war auch, dass die Zuhörer während des Konzertes nicht applaudierten. Dies war nicht explizit gewünscht gewesen und im letzten Jahr beim TonLesen im Grillhof in Vill wurde auch nach jedem Stück geklatscht. Wahrscheinlich lag es an der Kirche, in der die Leute gewohnt sind wenn überhaupt nur zum Schluss zu klatschen. Der Nachteil daran ist, dass sich die Zuhörer gerade in der Schnupfen und Hustenzeit nicht nur während, sondern auch zwischen den Stücken zurückhalten müssen. Dieser Bann wurde nur einmal kurz unterbrochen: Bevor das Holzbläser-Quintett ihr erste Stück spielte, wurde ein wenig umgebaut (von stehend auf sitzend) und eingestimmt. Diese nützten die Zuhörer dankbar um einige Räusperer und Huster loszuwerden.

Die Saxophone und Schlagwerker steuerten dieses Jahr keine Stücke bei. So konnte unser Schlagwerker Werner den Spendenkorb betreuen und unser Vizekapellmeister Martin nahm die „Umbauarbeiten“ während des Konzertes in der Hand.

Auf dem Foto: Holzbläser-Quintett beim Einspielen vor dem Konzert.