Gefallenengedenken 2017

Die Sonne kommt hinter dem Patscherkofel hervor und wirft ihr Licht am 5. November 2017 auf den oberen Viller Dorfplatz. Schützen und Musikkapelle machen sich zum Abmarschieren Richtung Kirche bereit. Der Fön hält noch den Regen zurück, der bei diesem Ausrücken so passend wäre: Gedenken an die Gefallenen. Und gleichzeitig findet auch eine Jahrtagsmesse statt. Darum gestaltet auch der Viller Chor und nicht die Musikkapelle die Messe. Das Marschieren gestaltete sich ungewohnt schwierig. Unser Kapellmeister hütet das Bett und wir marschieren ohne Führung und schaffen gerade eine große Wende auf dem unteren Viller Dorfplatz.

Nach der Messe spricht Magnus vor dem Sebastian-Relief mit der Gedanktafel einige Worte für die Gefallenen und die Schützen schießen ihre Ehrensalve. Der Wind hat nachgelassen, einige Tropfen stauben durch die Luft. Später folgt der Novemberregen.

Halloween und Allerheiligen

Angeblich feierten schon die Kelten üppige Feste zu Ehren der Toten. Dabei schwang wohl auch die Angst mit, dass die Toten als Wiedergänger die Gräber verlassen und die Lebenden heimsuchen. Dies führte dann auch zu eine Nachahmen der Geister, das von Bedürftigen dann dazu genutzt wurde um Essen zu erbetteln. Daraus entwickelte sich zum Beispiel des „Krapfenschnappen“ in Osttirol. Ein ähnlicher brauch kam über Irland in die USA und wurde dort zum Halloween-Fest umgeformt. Dieses kommt nun wieder nach Europa zurück und wird auch bei uns immer häufiger am 31. Oktober gefeiert.

Heuer fiel der 31. Oktober auf einen Dienstag und so fehlten bei der üblichen Probe vor allem einige der Jungen und der Kapellmeister beendet die Probe schon um 21 Uhr statt um 21 Uhr 30. Wie üblich umrahmte auch wieder eine kleine Bläsergruppe am 1. November zu Allerheiligen das Totengedenken am Friedhof.