Ägidi 2019

Die Sommerpause für die Musikkapelle Igls-Vill startet am 03.07.2019. Am 20.08.2019 starteten wir mit der ersten Probe in die Herbstsaison. Dieser Termin lässt sich leicht von der Tatsache ableiten, dass am 01.09.2019 die Ägidi-Prozession in Igls stattfindet. Zwei Wochen früher wird daher der Sommerstaub aus den Instrumenten geblasen. Nachdem die letzten zwei Jahre zu Ägidi sehr schlechtes Wetter hatten, freuten wir uns heuer über spätsommerliches Wetter. Es war warm, aber nicht mehr so heiß wie lange Wochen im Sommer. Ein kleiner Wermutstropfen war das Fehlen unserer beiden Posaunisten, die beide noch in Urlaub waren. Doch Kapellmeister Klaus und Obmann Hansi fanden die richtigen Märschen, die auch ohne Posaunen spielbar waren.

Nach dem Konzert im alten Schulgarten trafen wir uns in Vill bei Sepp und Bettina zum Ägidigrillen. Nach zwei Jahren wetterbedingter Zwangspause genossen wir Gegrilltes mit selbst gemachten Salaten und Nachspeisen.

Herz-Jesu 2019

Der Sommer zeigte sich am 30.06.2019 zur Herz-Jesu Prozession von seiner besten Seite. Schon in den Tagen davor war klar, dass es heiß werden würde. Später sollte sich zeigen, dass der Sommer 2019 der zweitwärmste Sommer der Messgeschichte werden würde. Das heißt er war um 2,7°C über dem Mittel und damit knapp hinter dem Rekord von 2003. Außerdem war es einer der sieben trockensten Sommer der Messgeschichte ( minus 30 Prozent Niederschlag). Bei besonderer Hitze ist die Tracht nicht gerade die ideale Kleidung. So wurde vor der Prozession über leichte Anpassungen diskutiert. Die Damen setzten sich gegenüber dem Obmann durch und konnten ohne Jacken ausrücken. Bei den Herren stand der Vorschlag im Raum zumindest die rote Weste unter der Jacke wegzulassen. Doch der Vorschlag wurde gekippt mit dem Argument, dass nicht jeder das gleiche Hemd und die gleiche Krawatte hätten. Im Rückblick ist es doch verwunderlich, dass dieses Argument Bestand hatte. Denn ein genauer Blick zeigte, dass die Unterschiede bei den Blusen der Damen beträchtlich ist. Und auch bei den Damentrachten selbst gibt es im Detail wesentliche Unterschiede. Und das allein bei den Wipptalertrachten. Hinzu kommt noch, dass manche Damen nicht mit Wipptaler, sondern mit Innsbrucker Tracht ausrücken. Die getragenen Trachten unterscheiden sich also beträchtlich. Hat es da noch Sinn zu diskutieren, ob alle reinweiße oder naturweiße Stutzen tragen müssen? Manche mögen eine gewisse Abneigung zu einheitlichem Gewand und Marschmusik haben, da dies doch in Richtung Militär weist. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Einheitlichkeit im Detail erfrischend aufgebrochen wird.

Beim Konzert im alten Schulgarten nach der Prozession freuten sich auf jeden Fall alle Musizierenden, dass unser Obmann Hansi zum ersten Mal Sonnenschutz auf der Bühne organisiert hatte. So konnten wir das Konzert ohne Sonnenbrand genießen.

Fronleichnam 2019

Der 20.06.2019 brachte eine neue Erfahrung für die Musikkapelle. Bei der Prozession über die Viller Felder bei schönstem Sommerwetter verlief noch alles wie gewohnt. Es foglte das Frühschoppenkonzert im Anschluss beim Gasthof Turmbichl. Und hier veranstaltet die Musikkapelle nach dem normalen Konzert noch eine Marschversteigerung. Jeder konnte für eine Spende einen Wunsch-Marsch spielen lassen. Die Einnahmen gingen zur Unterstützung an das Haus Lia in Igls. In diesem Haus finden Frauen auf der Flucht, auch mit ihren Kindern, Zuflucht. Die Tiroler Sozialen Dienste verwirklichten dieses temporäre Haus gemeinsam mit der Neuen Heimat Tirol und dem Verein Solidarität Igls auf einem Grundstück, das die Pfarre St. Ägidius zur Verfügung stellte. Die Marschversteigerung war so erfolgreich, dass zu dem einstündigen Frühschoppenkonzert nocheinmal eine Stunde dazukam.

Firmung 2019

Am 16. Juni 2019 rückte die Musikkapelle Igls-Vill zur Firmung in Vill aus. Ein besonderer Tag für die Firmlinge. Aus Sicht der Musikkapelle ist nichts besonderes zu berichten: Warten auf den Abt vor der Kirche, Marsch, eventuell Kirchgang in der gut gefüllten Kirche. Im Anschluss noch ein/zwei Märsche vor der Kirche. Im Gedächtnis bleibt am ehesten noch der Witz, mit dem der Abt seine Predigt begann: Die kleine Julia ging zur Kirche. Ihr gefiehl vor allem der Gesang. Später meinte sie: „Das war toll, dass alle Hallo Julia gesungen haben.“ Und über Halleluja spann der Abt seine Predigt weiter zur Firmung…